Erster gemeinsamer Stammtisch

Veröffentlicht am 24.11.2015 in Veranstaltungen

Der erste gemeinsame Stammtisch der SPD Ortsvereine Unkel/Bruchhausen, Rheinbreitbach und Erpel war ein voller Erfolg!

Zum Thema "Flüchtlinge, Hilfe und Chancen" wurde interessant diskutiert, Probleme herausgearbeitet und Lösungsvorschläge formuliert. Die Flüchtlingspolitik vor Ort ist etwas, dass uns alle angeht und das ist klar: Die SPD Ortsvereine in der Verbandsgemeinde Unkel wollen gemeinsam mit allen Akteuren an der Verbesserung der Situation arbeiten.

Am 22.11.2015 fand im Café ‚Zeitgeist‘ der zweite Stammtisch der SPD im Jahr 2015 statt. Das Besondere ist, dass die SPD Ortsvereine der Verbandsgemeinde im kommenden Jahr diese Stammtische gemeinsam organisieren und dies somit der erste gemeinsame Stammtisch der SPD in der Verbandsgemeinde war – koordiniert von der SPD Unkel& Bruchhausen.

Im Vorwort las Bernhard Reuter den §22 des Hamburger Programmes aus 2007 der SPD vor, in welchem Deutschland eindeutig als ‚Einwanderungsland‘ benannt wird mit der Erkenntnis, das Inte-gration notwendig ist und gemeinsame Anstrengung verlangt.

Die anwesenden Gäste aus der gesamten Verbands--gemeinde hatten danach die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen auszutauschen und Problemfelder zu benennen. Es wird wirklich viel getan für und mit den Flüchtlingen. Aber auch die Grenzen des Engagements kamen auf den Tisch:

Ein wesentliches Statement war, das ein Betreuer nicht mehr als eine Familie betreuen kann. Die vielen Behördengänge, das Einarbeiten in die notwendigen Organisationsstrukturen, die unterschiedlichen Vorschriften zwischen den Bundesländern, die Fallstricke zwischen den Kulturen und auch die unterschiedliche Herkunft und soziale Stellung der Flüchtlinge in ihrer verlassenen Heimat machen die Betreuung zur Herkulesaufgabe. Originalton: „Jeder hat eine Familie die er betreut – mehr geht nicht“. Und alle, die beim Stammtisch waren und aktiv in der Betreuungsarbeit tätig sind, können diese Aussage unterstützen.

Nach etwas über einer Stunde interessanten Gedankenaustausches beendete Bernhard Reuter die Sitzung und stellte zusammenfassend fest:

  • Es gibt viele, gute amtliche und ehrenamtliche Initiativen – jedoch fehlt eine übergeordnete Instanz

  • Der Übergang vom Asylsuchenden zum Asylantenstatus ist mit großen Schwierigkeiten verbunden,wie zum Beispiel der Wohnungssuche. Hier fehlt ein Konzept und es fehlt professionelle Unterstützung. Die Vernachlässigung des sozialen Wohnungsbaus der letztenJahrzehnte führt jetzt zu steigenden Preisen und der Rivalität zwischen heimischen Wohnungssuchenden und den Asylanten.

  • Der Spracherwerb ist absolut entscheidend für eine Integration. Kurse mit 20-28 Teilnehmern sind sinnlos da die Menschen nicht in ihrem Lebensumfeld abgeholt und die unterschiedlichen Vorkenntnisse nicht berücksichtigt werden können.

  • Es ist dringend eine Haftpflichtversicherung für die Asylsuchenden und Asylanten notwendig. Frage: gibt es eine Versicherung, die hier mit gutem Beispiel vorangeht?

  • Man darf die seelische und zeitliche Belastung der Betreuer nicht vergessen. Diese Menschen, die bereit sind sich einzusetzen, gelangen oft an die Grenzen ihrer Kräfte. Ein Supervisor und ein ‚runder Tisch‘zum Erfahrungsaustausch wäre unbedingt notwendig.

Wir sind uns einig, dass Menschen, die aus Kriegsgebieten flüchten, in Deutschland und auch hier in Unkel eine Bleibe bekommen müssen.

Was jedoch in dem Gespräch sehr viele Fragen aufgeworfen hat ist die Abschiebung von lange integrierten Flüchtlingen aus Albanien, Kosovo etc., die sich doch eigentlich längst mit Kraft und Willen in ihr neues Lebensumfeld eingefügt haben und dort sehr willkommen aufgenommen wurden. Sind sie die letztendlichen Opfer?

Der nächste Stammtisch findet am 28.02.2016 in Erpel statt, ausgeführt vom SPD-Ortsverein-Erpel. Der Termin und Ort werden frühzeitig durch Pressemitteilung und Aushänge bekannt gegeben. Willkommen sind alle Bürger.

 

 

Autor: Bernhard Reuter (Erster Vorsitzender SPD OV Unkel)

 

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