Nachrichten zum Thema Geschlechtergerechtigkeit

16.04.2014 in Geschlechtergerechtigkeit von SPD KV Neuwied

Altersarmut als Perspektive für viele Frauen

 

Die Veranstaltung des Internationalen Arbeitskreises zum Internationalen Frauentag in Neuwied kann nur als gelungen bezeichnet werden. Mehr als 150 Frauen folgten der Einladung zu einem Frauenfrühstück in die Volkshochschule. Jutta Golinski, Leiterin der Volkshochschule Neuwied, zeigte sich in ihrer Begrüßung sehr erfreut von diesem großen Andrang und berichtete, dass in den drei Tagen nach Fastnacht die Anmeldeliste nahezu stündlich anstieg.

Es waren ganz unterschiedliche Frauen der Einladung des Arbeitskreises gefolgt, der sich über die Teilnahme auch von vielen Frauen mit Migrationshintergrund sehr freute. Die ebenfalls im Amalie-Raiffeisen-Saal aufgebauten Infotische der beteiligten Organisationen fanden regen Zuspruch und gaben Informationen zum Thema der Veranstaltung und darüber hinaus.

„Altersarmut von Frauen – lebenslang arbeiten und dann im Alter arm dran!?“ unter diesem Thema referierte Edith Sauerbier, Organisationssekretärin des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Region Koblenz. Zunächst zählte die Referentin Faktoren auf, die in ihren Augen zur Altersarmut beitragen. Dazu gehörten die Rente mit 67 Jahren, die faktisch eine Rentenkürzung bedeute. Ebenso die Tatsache, dass 80 Prozent aller Teilzeitverträge Frauen gehören. Die durch Kindererziehungszeiten und Pflegezeiten unterbrochenen Erwerbsbiographien führen ebenso zur Altersarmut wie befristete Arbeitsverträge und nichtsozialversicherungspflichtige Minijobs. Auch die Reform der Hinterbliebenenrente habe Einfluss auf die wachsende Armut bei Frauen. Außerdem trüge die immer noch geltende Tatsache dazu bei, dass Frauen für dieselbe Arbeit nicht dasselbe Geld bekommen, sie erhalten mehr als 20% weniger. Auch die Berufswahl für niedrigbezahlte Branchen mache sich bei den Rentenansprüchen bemerkbar. Die Gewerkschafterin verwies darauf, dass das geplante Rentenpaket der großen Koalition zwar ein Schritt in die richtige Richtung sei, aber die drohende Altersarmut nicht verhindern könne. Sie plädierte deutlich dafür, dass die angestrebte „Mütterrente“ für Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren seien, nicht aus der Kasse der Rentenversicherung, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe aus Steuermitteln bezahlt werden müsse. Hierfür erhielt Sauerbier lauten Zwischenapplaus, der ihr die Bestätigung des mit großen Interesse lauschenden Publikums für diese Forderung gab.

In einem zweiten Teil nannte Sauerbier Zahlen für Neuwied: Männer erhalten im Schnitt 974 € mtl. Rente, Frauen nur 473 € Rente von der DRV - und damit weniger als die Hälfte. Zu den Forderungen der Gewerkschafterin gehört deshalb auch eine gesetzliche Änderung, die die Absenkung der Renten von jetzt etwa 51 % auf 43 % bis 2030 zurücknimmt. Ansonsten setzte sie sich dafür ein, alle Arbeitsverhältnisse sozialversicherungspflichtig zu machen, partnerschaftliche Strukturen bei der Verteilung von Arbeit in den Paaren zu fördern, Mindestlöhne in allen Branchen zu zahlen (zur Zeit gibt es 1,3 Mill. Arbeitsverhältnisse, bei denen der Staat mit Hartz IV den Lebensunterhalt aufstockt), Steuereinnahmen des Staates zu erhöhen durch Finanztransaktionssteuer und über eine Aktivierung der stillgelegten Vermögenssteuer. Außerdem wies die Referentin zum Abschluß darauf hin, dass auch alternative Wohnformen nötig seien, um die geburtenstarken Jahrgänge im Alter zu versorgen

Immer wieder sie unterbrechender Applaus zeigte, dass sie den zuhörenden Frauen aus dem Herzen sprach und von ihnen bestätigt wurde.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Erbane Musikgruppe der Frauenbegegnungsstätte Utamara. Mit typischen Instrumenten aus ihrer kurdischen Tradition, in deren Mittelpunkt die Trommel Erbane stand, spielten sie einige Musikstücke, die zum Teil auch durch Gesang begleitet waren. Einen besonderen Eindruck hinterließ das Lied „Die Gedanken sind frei“ beim Publikum, das begeistert mitsang.

Veranstalter des Frauenfrühstückes ist der Arbeitskreis „Internationaler Frauentag Neuwied“, in dem sich mehr als 15 Frauenorganisationen aus Neuwied und dem Landkreis zusammengefunden haben, um jährlich zusammen eine Veranstaltung zum 8. März zu organisieren. Die ASF Kreis Neuwied gehört auch diesem Arbeitskreis an.

Der Ortsverein auf Facebook!

Infos direkt auf eure Startseite - Daumen hoch für den Ortsverein!

https://facebook.com/spderpel

 

JUSOS Rheinschiene - Für dich vor Ort!

Informationen

21.06.2021 19:59 DAS SOCIAL-MEDIA-BRIEFING AUS DEM WILLY-BRANDT-HAUS – DAS BESTE AUS DEM INTERNET | KW 25
Jeden Montag verschickt die Leiterin der Digitalen Kanäle, Carline Mohr, ein persönliches Mailing für all die Menschen da draußen, die nicht 24/7 auf Facebook & Co. unterwegs sind und dennoch nichts verpassen wollen. Darin: jeweils die Netz-Highlights der letzten Woche. weiterlesen auf https://www.spd.de/aktuelles/detail/news/das-beste-aus-dem-internet-kw-25/21/06/2021/

21.06.2021 19:55 1von400Tausend werden
#1VON400TAUSEND Warum eigentlich SPD? Warum Sozialdemokratie? Die Antworten auf diese Frage sind bunt. Sie sind laut und trotzig, sie sind stolz und liebevoll. Wir sind rund 400.000 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Und jede*r von uns bringt seine eigene, besondere Geschichte mit. Einige davon erzählen wir in unserem Projekt #1von400Tausend. Zum Beispiel haben wir mit Olga gesprochen.

16.06.2021 12:54 OLAF SCHOLZ BEI „FARBE BEKENNEN“-„JETZT DIE WEICHEN RICHTIG STELLEN“
Vizekanzler Olaf Scholz hat in der ARD klar gemacht, warum wir gemeinsam eine bessere Zukunft für uns alle gestalten können – und warum die Union dringend auf die Oppositionsbank gehört. Der SPD-Kanzlerkandidat wirft der Union vor, sich wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft unseres Landes zu verweigern. Das Verhalten der Union „kostet uns Wohlstand und Arbeitsplätze“,

Ein Service von websozis.info

Klartext vom SPD-Kanzlerkandidaten: Olaf Scholz attestiert der CDU, völlig unvorbereitet zu sein auf die enormen industriepolitischen Aufgaben der kommenden Jahre - und unterstreicht seinen Anspruch auf entschlossene Führung. "Größer denken", "mutiger werden" und: "nicht länger warten".

Das Wahlprogramm der Union zeigt, dass mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Ära endet. Die SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans kritisieren das "Programm der sozialen Kälte".

Beim Zukunftscamp am Sonntag hat Olaf Scholz seinen Plan für Deutschlands und Europas Zukunft vorgestellt und mit vielen jungen Bundestagskandidierenden diskutiert.

21.06.2021 13:12
#1von400Tausend: Olga Sippl.
Wir sind rund 400.000 Sozialdemokrat*innen. Und jede:r von uns bringt seine eigene, besondere Geschichte mit. Einige davon erzählen wir in unserem neuen Projekt #1von400Tausend. Los geht's mit Olga Sippl. Sie ist 100 Jahre alt und wurde als Kind von den Nazis verfolgt.

Die Netz-Highlights rund um die SPD, die keiner verpasst haben sollte. Diese Woche unter anderem mit vielen gut gelaunten jungen Menschen bei unserem Zukunftscamp und einem angriffslustigen Kanzlerkandidaten!

Wetter-Online

Links zu anderen SPD Ortsvereinen

SPD Unkel

SPD Rheinbreitbach

SPD Linz